Stud. Hilfskräfte: Neues Angebot im AStA

Aus unserer Ausgabe April/Mai 2017

Im Wintersemester wurde durch den AStA, vertreten durch Chris Bauer (Jusos), im Studierendenparlament ein Antrag zur Einführung einer Konfliktstelle für studentische Hilfskräfte verabschiedet. Diese wird in Zukunft im AStA angesiedelt sein und sowohl die Beratung von Hilfskräften zu arbeitsrechtlichen Fragestellungen wie auch die Vertretung in Gremien übernehmen.

Wie der AStA mitteilte wird die neue Stelle durch Stefan Linke ausgefüllt. Dieser ist gelernter Jurist und bringt bereits praktische Erfahrungen mit. Zunächst, so das Ziel, wird es angestrebt einen Überblick über die Problemlagen der Hilfskräfte an der Universität zu erlangen. Dabei soll der Fokus nicht nur auf studentische Hilfskräfte an der Universität sondern auch studentische Beschäftigte beim Studentenwerk und der Bibliothek gelegt werden. Studierende mit Fragen zu ihren Verträgen oder auftretenden Problemen, sei es der Urlaubsanspruch oder Krankengeld, werden sich in Zukunft bei Linke melden können. Dieser wird eine Erstberatung anbieten und ist als rechtliche Vertretung der Hilfskräfte von der Universität offiziell anerkannt. Die Konstellation ist bisher einmalig in Hessen, da es nicht wie an anderen Universitäten zu Interessenkonflikten kommen kann. Denn die Stelle wird vollständig aus dem Haushalt der Studierendenschaft finanziert und doch wird sie von der Universität als Bestandteil der Interessenvertretung akzeptiert. Neben der allgemeinen Beratung wird die neue Stelle auch in die Entwicklung der Universität einbezogen, sodass in der Kommission für Personal- und Organisationskultur, einem Gremium zur Weiterentwicklung der Personalkultur an der Universität, ein Sitz für Linke eingeführt wird. Mit dieser einmaligen Neuerung räumt die Universität inoffiziell ein, dass auch Hilfskräfte zum Personal gehören und gefördert werden müssen, so die Annahmen der studentischen Vertreter.

Neben der Vertretung plant der AStA weiter zusammen mit Linke und Vertretern des DGB Campus Office wie auch der GEW Veranstaltungsformate wie die Informationsveranstaltung „HiWis haben Rechte“ durchzuführen. Ziel ist es auch unter den Hilfskräften eine Sensibilisierung für ihre Rechte zu erreiche. Zudem wird darüber nachgedacht den 2012 veröffentlichten „Hilfskräfte Report“ neu aufzulegen. Langfristig strebt der AStA die Einführung eines Tarifvertrages für studentische Hilfskräfte an der Universität Kassel an, so die Ausführungen von Chris Bauer (AStA Vorsitzender).

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